Familie

Dienstag, 25. Dezember 2012

Weihnachten ist Traditionsfest

Raclette vorbereiten, jedes Jahr mit irgendeinem Extra, das es vorher noch nicht gab. (Dieses Jahr: Avocadocreme und Obatzda zum gerösteten Brot.)

Warten auf das Weihnachtsglöckchen aus dem verschlossenen Wohnzimmer.

Den Baum bestaunen. (Ohne Foto. Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass Fotos den Zauber von Weihnachtsbäumen einfach nicht wiedergeben können.)

Mama spielt das "Weihnachtsglöckchen" auf dem Klavier, Papa liest die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vor.

Unmengen an Plätzchen essen.

Um die Geschenke würfeln: Wer eine Sechs würfelt, ist dran mit Auspacken.

Staunen, wie liebevoll die Geschenke immer ausgesucht sind. :)

Unmengen Raclette essen.

Die Katze mit Geschenkpapier erfreuen. (Auch wenn es jetzt eine andere Katze ist.)

Bis in die Nacht Spiele spielen. (Und sich amüsieren, welch seltsame Gedankengänge der Liebste bei Tabu an den Tag legt :D Kopf-an-Kopf-Rennen war's trotzdem in jeder Runde.)

Am nächsten Tag mit dem Duft von Papas Weihnachtsgans geweckt werden.

Weihnachten, wie es sein muss.

Weihnachten zu Hause.

Montag, 29. Oktober 2012

Die Katzen und die Kakteen

Dass Katzen sich gerne in Blumentöpfen drapieren, ist ja nichts Neues. Sich aber gemütlich um einen Kaktus zu ringeln, das fand ich schon etwas ungewöhnlich :)

KatzeKaktus

Überhaupt scheinen unsere Katzen Kakteen zu lieben. Wenn auch die Liebe für die Kakteen nicht immer erfreulich ist. Den ersten haben sie schon auf dem Gewissen. So ein richtig schöner stattlicher, der beim Herunterfallen leider nicht auf den Pfoten, sondern direkt auf dem "Kopf" gelandet ist. Ruhe in Frieden, Kaktus.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Ahnenzeit

Herbstzeit ist Ahnenzeit. Jetzt, kurz vor Samhain, sind die Schleier zwischen den Welten dünner als sonst, davon bin ich überzeugt.

Vielleicht liegt es daran, dass mich ein Posting von Souffleurlos gerade so in Erinnerungen hineingebeamt hat, dass es mich fast von den Füßen holt.

Erinnerungen an Oma Martha, die gegangen ist, als ich hochschwanger war. Ich wusste, dass sie im Sterben lag, das wussten wir alle. Sie starb so, wie viele es sich wünschen: im hohen Alter, in ihrem eigenen Bett, umgeben von ihren drei Töchtern, die sie, so gut sie konnten, bei ihrem Übergang begleitet haben. In der Nacht, in der sie gestorben ist, bin ich aus dem Halbschlaf wieder hochgeschreckt, weil sie in der Zwischenwelt von Schlafen und Wachen plötzlich bei mir war, auf irgendeine Art. Sie hätte Angst, sagte sie, und ich versuchte, sie zu trösten, so gut ich es konnte. Bevor sie wieder ging, berührte sie mich und das Baby in meinem Bauch, und ich wusste, dass sie sich begegnet waren, irgendwo anders.

Erinnerungen an Opa Rudi, der kurz vor meiner Abifahrt starb. Er konnte leider nicht mehr das Krankenhaus verlassen, obwohl er es sich gewünscht hätte. Mein Cousin machte ihm für die Beerdigung Wellensittiche aus Holz, weil er den Vogelnachwuchs zu Hause nicht mehr sehen konnte. Ein Gefühl der Vergänglichkeit, das "Nie wieder", war für mich auf der Abifahrt ständiger Begleiter, zwischen den Ruinen des alten Griechenland. Als ich vor ein paar Tagen eine Videoaufnahme von ihm gesehen habe, war ich ein bisschen erschrocken: Ich hatte vergessen, wie seine Stimme klang.

Erinnerungen an Opa Heinz, der irgendwie wusste, dass er sterben würde, und uns deshalb noch wenige Stunden vor seinem Herzinfarkt unangekündigt besuchte. Den kleinen Zwerg mit der Bratpfanne, den ich an diesem Tag aus seinem Überraschungsei gezogen habe, habe ich viele Jahre lang aufgehoben. Irgendwann kam es mir albern vor und ich habe ihn doch weggeworfen. Schade eigentlich.

Erinnerungen an Oma Leni, die durch die Strapazen der Dialyse schon mit 66 eine ganz alte, demente Frau war und nur wenige Monate nach ihrem Mann ging, was sie sich sicher auch so gewünscht hatte. Manchmal, so wie jetzt, bin ich unsäglich traurig darüber, dass sie ganz alleine war, als es zu Ende ging. Ob sie auch Angst hatte? In der gleichen Stunde blieb eine Uhr stehen, die wir von ihr bekommen hatten.

Erinnerungen an Uroma Liesl, die einzige Uroma, die ich kennengelernt habe. Ich habe sie einmal weinen sehen, weil sie endlich sterben wollte, nachdem sie schon ihren Mann und ihren Sohn zu Grabe getragen hatte. Sie starb Jahre später, als mein Vater, ihr Enkel, selbst knapp dem Tod von der Schippe hüpfte. "Einer kommt, einer geht", sagt er noch heute, und ist überzeugt, dass sie auf ihn gewartet hat, damit er nicht derjenige war, der gehen musste.

Herbstzeit ist Ahnenzeit. Ihr Lieben, ich trinke auf euch! "In echt" einen Schluck dunkles Bier. In Gedanken ein Schöpple Äppelwoi.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Biologische Erkenntnis

Feen sind auch Säugetiere!

Sagt jedenfalls das Töchterchen :D

(Und der Kater entdeckt, dass es sich an bestrumpften Beinen prima hochklettern lässt *grmpf* ;) )

Montag, 8. Oktober 2012

Cat Content :)

Darf ich euch unsere neuen Mitbewohner vorstellen?

Rechts Hopi, die kleine Dame, die beim Fressen immer eins auf Lady macht, aber beim Spielen und Raufen völlig ausrastet. :D Und links Billy, der Schmuser, der schnurrt wie eine Nähmaschine und seiner Schwester das Futter wegfrisst, wenn man nicht genau aufpasst :)

Beide sind Waisenkinder, die von einer menschlichen Ersatzmutter mit der Flasche aufgezogen und von einer alten Perserkatze in die Geheimnisse des Katzentums eingeweiht wurden. Und obwohl sie erst vier Monate alt sind, sind sie schon zweimal dem Tod von der Schippe gehüpft. Echte Glückskatzen also!

katzen2

(Ihr seht schon, euch wird in Zukunft hier immer mal wieder Cat Content erwarten. Dann hoffentlich auch mit etwas besseren Bildern :) )

Montag, 30. Juli 2012

Liebe Trixi,

ich weiß noch genau, dass es ein Samstag Abend war, damals im Oktober 1994. Ich war 14 und wollte gerade zum Tanzkurs, als ein Bekannter klingelte und uns ein kleines fellbedecktes Häufchen Elend mit einer unglaublich Stimmgewalt präsentierte. Wir hätten doch immer Katzen gehabt, ob wir uns nicht der kleinen Findelkatze annehmen könnten. Na, was will man da machen?

Die erste Nacht schliefst du, so verlaust und flohbesetzt wie du warst, mit meinem Vater auf der Couch. Als er nur mal eben auf die Terrasse ging, um eine zu rauchen, hast du so kläglich geschrien, dass meine Mutter, die im ersten Stock schlief, aufwachte. Bloß nicht mehr allein sein!

In den ersten Jahren warst du eher kratzbürstig. Du konntest im einen Moment schnurrend und wohlig zusammengerollt auf einem Schoß liegen, nur um dem Besitzer des Schoßes eine Sekunde später alle zwanzig Krallen in die streichelnde Hand zu schlagen. Mit anderen Katzen kamst du nicht gut zurecht. Immerhin warst du, als du gefunden wurdest, noch viel zu klein, um alleine im Wald zu sitzen. Viel Gelegenheit, dich mit Geschwistern zu balgen, dürftest du nie gehabt haben. Und du bist auch immer sehr klein und zierlich geblieben, sodass die anderen Katzen in der Straße dir haushoch überlegen waren und dir das auch deutlich gezeigt haben. Du bist deshalb fast immer in unserem Grundstück geblieben. Uns war es ganz recht, schließlich waren uns in den letzten Jahren schon drei Katzen überfahren worden oder spurlos verschwunden. Mein Vater wachte mit Argusaugen darüber, dass unser Garten dein Revier blieb und verjagte alle anderen Katzen, die dich auch nur schief anschauten. Vom ersten Moment an warst du in erster Linie seine Katze. Und meine.

Mit dem Alter wurdest du ruhiger und anhänglicher. Wolltest immer da sein, wo sich deine Menschen auch aufhielten. Gingen wir in den Garten, warst du keine fünf Minuten später auch da. Gingen wir ins Wohnzimmer, in den Keller, ins Obergeschoss, immer kamst du nach ein paar Minuten hinterher, um dich irgendwo in die Nähe zu setzen und zu dösen.

Bis vor einem oder zwei Jahren hat man dir dein Alter kaum angesehen, aber dann hast du merklich abgebaut. Dass dein Geruchssinn nicht mehr der beste war, vermuteten wir schon seit Jahren. Auch die Ohren haben nachgelassen. Seit einem halben Jahr konntest du dein Fell nicht mehr pflegen und deine Krallen nicht mehr richtig einziehen. Und seit ein paar Tagen konntest du plötzlich auch nichts mehr sehen. Damit war dir jede Möglichkeit genommen, dich zu orientieren. Haus und Garten, die immer dein Zuhause waren, waren dir plötzlich fremd. Auch deine Beine wollten dich nicht mehr richtig tragen und du warst nur noch Haut und Knochen. Wir sollten zum Verabschieden kommen, sagte meine Mutter am Telefon.

Seit mindestens zehn Jahren bist du jeden Morgen zur Nachbarin gegangen, um dir dort ein Schälchen Milch abzuholen. In den letzten Tagen ging das nicht mehr. Aber die Nachbarin kam gestern noch einmal an den Zaun, um dir ein letztes Schälchen Milch zu geben. Ihr Hund, der sonst immer voller Begeisterung bellend und schwanzwedelnd am Zaun entlanggetobt ist, wenn er dich gesehen hat, war diesmal ganz still. Er hat dich nur beobachtet, wie du deine Abschiedsmilch getrunken hast, als wollte er sagen: "Hey, du siehst aber gar nicht gut aus!" Du bist dann zum Zaun gelaufen und hast seine Nase mit deiner angestupst. Ein kleines Lebewohl, das alle, die es gesehen haben, tief beeindruckt hat.

Als wir kamen, warst du verschwunden. Eine Stunde lang haben wir zu fünft den Garten abgesucht, in der Überzeugung, dass du dich zum Sterben zurückgezogen hast. Schließlich bist du deinen Menschen seit Wochen nicht mehr von der Seite gewichen. Wir haben dich schließlich gefunden, unter einem Busch, wo du zusammengerollt gelegen und gedöst hast. Wir haben dich dort gelassen. Abends bist du zum Fressen aus deinem Versteck gekommen, dann hast du dich wieder zurückgezogen. Als du am nächsten Morgen immer noch da warst, sind meine Eltern und mein Bruder mit dir zur Tierärztin gefahren. Sie war wohl sehr lieb, hat dir erklärt, was sie macht und sich bei dir entschuldigt. Ich bin kein Freund davon, Tiere schnell einzuschläfern, aber bei dir habe ich so stark das Gefühl, dass es genau richtig war. Ich hoffe, du weißt, dass es ein Liebesdienst war?

Leb wohl, du Süße, du Kleine, du Alte, wo immer du jetzt bist. Und grüß Willy, Mikesch und Jeanny von uns, ja?

trixi

Sonntag, 24. Juni 2012

Durchschnittlich 59

Durchschnittlich 59 Jahre alt wurden meine Eltern in diesem Juni. Und feierten deshalb gemeinsam Geburtstag im Garten.

Geburtstagstisch

Wir haben unzählige Teller und Gläser durch die Gegend getragen, viel zu viel (und äußerst lecker!) gegessen, die Gäste musikalisch unterhalten und am Ende eine Menge Schätze aus dem Garten mitgenommen (Salat, Johannisbeeren, Rhabarber).

Zu Hause. Immernoch irgendwie. :)

Montag, 12. September 2011

Brautfoto

Ich habe die Erlaubnis bekommen, euch dieses Bild zu zeigen:

braut

Das recht schlichte Hochzeitskleid über dem Babybauch war der Hammer! So schön!

Mittwoch, 24. August 2011

Weisheit des Tages

Der Liebste schießt durch die Wohnung und sucht etwas. Dabei murmelt er vor sich hin:

"Wer suchet, der findet auch irgendwann..."

Ich erkundige mich, was er sucht und gebe ihm den entscheidenden Tipp. Der Liebste grinst und philosophiert weiter:

"Die Alten sagen: Wer suchet, der findet. Ich aber sage euch: Mach's Maul auf, dann geht's schneller!"

Freitag, 24. Juni 2011

Handgehäkeltes und Mundgeblasenes

Meine Cousine häkelt zuckersüße Amigurumis, die sie auch begeistert verschenkt. Vier davon befinden sich bereits in töchterlichem Besitz, das sind zwei davon:

amigurumis

Als ich mein Cousinchen letzte Woche bei meinen Eltern getroffen habe, hat sie mir auch etwas mitgebracht. Sie hätte mir hundert Tipps geben können, ich wäre nie auf etwas so Cooles wie eine Häkeleichel gekommen:

haekeleichel

(Den Hut kann man abnehmen, ich bin total verliebt :D )

Am gleichen Tag fuhren wir auch in die Schauwerkstatt, in der mein Bruder als Glasbläser arbeitet. Dort kann man Glaskugeln selbst blasen und beglitzern. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen:

tupfenkugel

(Ich kann machen, was ich will, ich kriege das Glitzerding einfach nicht besser fotografiert. *narf*. Und auf dem Tontopf steht Tontopf. Spannend, dass ich das erst auf den Fotos bemerkt habe. Das Ding steht seit mindestens zwei Jahren einen Meter von meinem Schreibtisch entfernt. Wahrnehmung ist ein Flittchen ;) )

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