Vor unserem Haus gibt es gerade ein Pflanzenmassaker. Bisher war der Vorgarten eine wüste (aber hübsche) Ansammlung aus kleinen Bäumchen, Sträuchern, Blumen und (nicht so hübschen... eigentlich echt scheußlichen) Gartenzwergen und Tierchen. Jetzt wird alles Rasen. Schon den ganzen Nachmittag ist ein Mann damit beschäftigt, alles niederzumachen. Danach sind dann der Gemüsegarten und die Beerenbüsche hinten dran.
Ich kann es sehr gut verstehen. Die Vermieterin, die sich bisher mit ihrer Schwester um den Garten gekümmert hat, muss mindestens 75 sein. Ihre Schwester ist vor einer Weile ausgezogen und jetzt kommt sie nicht mehr damit zurecht. Wie gesagt, kann ich sehr gut verstehen. Ich hätte mich auch nicht um alles kümmern wollen.
Schade ist es trotzdem.
Wahrscheinlich wird die Hälfte aller Blogger über dieses Thema schreiben, aber ich tue es trotzdem auch.
Es fühlt sich für mich komisch an, dass Michael Jackson tot sein soll. Irgendwie unwirklich. Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen, auch wenn seine glanzvollsten Zeiten in meiner Teeniezeit fast schon vorbei waren.
Mit 18 oder 19 habe ich mich mal an Fasching als Michael Jackson verkleidet, mit goldgefärbter Badehose über einer knallengen schwarzen Hose, mit einer schnell von meiner Mama genähten "Uniformjacke", Hut und natürlich Mundschutz. Das Motto des Abends war "So hässlich wie möglich" und ich habe mit diesem Kostüm den dritten Platz in der Kostümprämierung belegt.
Ich habe mich immer mal wieder gefragt, was Michael Jackson wohl für ein Mensch ist. In den letzten 10 oder 15 Jahren hat er ja wirklich keine positiven Schlagzeilen mehr geschrieben und alles, was man von ihm hörte, wurde immer skurriler... Ich hätte auch gerne wissen wollen, was wirklich an den Kinder-Missbrauchs-Vorwürfen dran war, für die er vor ein paar Jahren vor Gericht stand. Das Wissen darum hat er jetzt mit ins Grab genommen.
Mit seinem Tod ist eine Ära zu Ende gegangen. Und, soweit ich das beurteilen kann, ein sehr unglückliches Leben.
Beim Autofahren verlangt das Töchterchen (zarte 3 3/4 Jahre alt) meistens sofort nach Musik. Relativ früh hat sie dabei (ausgewählte) Musik von uns mitgehört. Ihr hat's gefallen und wir mussten uns nicht von ewigen Kinderliedern nerven lassen. (Obwohl es da ja schon auch schöne gibt.)
Momentan läuft die Diskussion um die Wahl der Musik meistens so oder so ähnlich ab:
Töchterchen: "Ich will Musik hören! Biiiitte!" (In so einem grauselig schmeichelnden Ton, mit schiefgelegtem Kopf und aufgerissenen Augen. Würde mich mal interessieren, wo sie sich das abgeschaut hat!)
Mama Stjama: "Klar, ich mache Eric Fish an."
T: "Nein, kein Eric Fish!"
M: "Wise Guys?"
T: "Nein, auch nicht."
M (hoffnungsvoll): "Vampirmusik?" (Tanz der Vampire, bei Mutter und Tochter gerade ganz hoch im Kurs. Wie gut, dass sie noch nicht kapiert, um was es geht. Manche Lieder drücke ich allerdings weg, "Tot zu sein ist komisch" zum Beispiel.)
T: "Nein, ich will meine Lieblingsmusik! Die wir auf dem Weg zum Zoo gehört haben! MIt den Trommeln!"
"Okay", sage ich und schalte wieder mal Manowar an.
Nachdem ich gerade an einem netten und nicht zu abgedroschenen "Hallo-ich-bin-wieder-da"-Beitrag gescheitert bin, lasse ich ihn einfach weg und springe direkt rein in die Bloggerei.
Als ich heute das Töchterchen in den Kindergarten gebracht habe, fiel mir auf dem Garderobenplatz neben ihr ein Arbeitsblatt auf, dass anscheinend die Vorschulkinder bearbeitet haben und das dort lag, um nach Hause mitgenommen, dort bewundert und dann in eine Mappe abgeheftet zu werden, die das Vorschulkind dann mit 16 wegwirft.
Es ging um den Buchstaben N. Auf dem Blatt waren lauter Bilder von Wörtern, die mit N anfangen. Nilpferd, Nase, Sie wissen schon. Diese Bilder waren als N angeordnet und darunter standen die Wörter zum Zuordnen.
Ich persönlich bin ja der Meinung, dass Kindergartenkinder noch nicht systematisch die Buchstaben lernen sollten. Dazu sind wir Grundschullehrerinnen doch da, das lernen sie schon noch früh genug. Aber darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Es geht vielmehr um die Frage, ab wann Arbeitsblätter veraltet sind. Viele kann man sicher jahrzehntelang verwenden. Aber was haben sich die Erzieherinnen wohl dabei gedacht, ein Arbeitsblatt zu verwenden, in dem eines der N-Wörter "Neger" (in Wort und Bild) ist? Nichts wahrscheinlich.
Vielleicht frage ich nachher mal.