Mittwoch, 1. Juli 2009

Allergie

Da ist sie also, die erste Allergie meines Lebens :-( Ich bin laut Bluttest allergisch auf Wespen. Nicht sehr stark, aber stark genug, um in Zukunft immer Notfallmedikamente bei mir tragen zu müssen, weil bei schlechtem Immunsystem und ein bisschen Pech trotzdem mal ein anaphylaktischer Schock entstehen kann.

Gemacht habe ich den Test, weil ich vor ein paar Jahren mal auf einen Bienenstich ziemlich extrem reagiert habe, mit heftigsten Schwellungen, die mir über eine Woche Spaß bereitet haben, und mit leichten Kreislaufproblemen und Übelkeit (von denen ich nicht wusste, ob sie dem Bienengift zuzuschreiben waren oder eher dem Schreck und den Schmerzen).

Mein Vater ist allergisch auf Bienen, mein Opa mütterlicherseits war es ebenfalls. Bei beiden hat es schon Situationen gegeben, die nicht so ohne waren und nur mit Medikamenten und Notarzt in den Griff zu kriegen waren. Ein Freund meines Vaters ist vor ein paar Monaten an einem Bienenstich gestorben. Mist, verdammter!

Das Schlimmste daran ist eigentlich, dass das bei mir die Angst schürt. Ich habe die Medikamente jetzt schon seit dem letzten Arztbesuch (die Ärztin war sich nach meiner Beschreibung schon recht sicher, dass bei dem Bluttest irgendwas herauskommen würde) und merke jetzt schon, dass ich unruhig werde und Angst bekomme, wenn ich die Sachen mal nicht dabei habe. Ich hoffe, ich finde da einen gesunden Umgang damit, so dass ich mir angewöhne, die Medikamente auch wirklich immer an der Frau zu haben, aber trotzdem nicht in Panik gerate, wenn ich eine Biene oder Wespe sehe.

Ich habe übrigens eine tolle Broschüre mit Ratschlägen für Bienen- bzw. Wespenallergiker bekommen. Ich soll in Zukunft...
- nichts mehr draußen essen, um keine Wespen anzulocken (ich liebe Picknicken und Essen auf Balkon und Terrasse)
- keine duftenden Kosmetika verwenden, um keine Wespen anzulocken (also nur noch Kernseife?)
- nicht mehr barfuß laufen, schon gar nicht über Wiesen (gut, über Wiesen sehe ich schon ein, da bin ich sowieso vorsichtig. Aber ansonsten fände ich das schon sehr schlimm, nicht mehr barfuß laufen zu können)
- lange Haar nicht offen tragen, damit sich nichts drin verfängt (ich habe hüftlange Haare, die ich gerne offen trage)
- keine weiten Röcke oder Ärmel tragen, in denen sich Bienen oder Wespen verfangen könnten (ich trage eigentlich nur lange, weite Röcke!)

Ich glaube, es gab noch mehr solcher Ratschläge, ich habe die Broschüre sofort weggeworfen. So viel zum Schüren von Angst... An diese Tipps werde ich mich jedenfalls nicht halten. Aber dass ich das Notfallset immer dabei habe, das sollte ich mir jetzt schon noch konsequenter angewöhnen...

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Mirtana - 9. Jul, 18:27

So ein Blödsinn ...

1. Draußen essen: Klar geht das. Man sollte nur darauf achten, daß man beim Trinken einen Strohhalm benutzt oder die Gläser mit Bierdeckeln abdecken, damit sich kein Insekt versehentlich drin verirrt. Ansonsten ist für Picknick draußen Tupperware empfehlenswert - damit stehen die Lebensmittel nicht offen herum und locken Wespen an. Sollte dennoch ein stacheliges Insekt auftauchen: ruhig warten bis es irgendwo sitzt und einen Pappbecher drüberstülpen. Danach mit einem Bierdeckel von unten verschließen und wegtragen ... Oder einfach ganz ruhig warten, bis es sich von selber wieder verzieht.

2. Barfuß laufen: Bienen findet man vor allen Dingen auf Wiesen, die mit Gänseblümchen, Löwenzahn und vor allen Dingen Klee locken ... Da lieber festes Schuhwerk (also keine Sandalen) vorziehen.

3. Haare offen tragen: kein Problem, ich habe in all den Jahren, die mein Vater Bienen gehalten hat, nicht ein einziges Mal ein Tierchen in den Haaren ... Allerdings sollte man beim Fahrradfahren die Haare zusammenbinden, wenn man in Wald und Wiesen unterwegs ist.

4. Enge Kleidung ist wesentlich gefährlicher ... Lange Ärmel und Röcke kann man einfach schütteln bis das Insekt wieder weg ist ... Versuch mal, eine Biene aus einem engen Hosenbein zu bekommen ohne die Hose auszuziehen :-)

5. Daß Wespen auf süße Düfte reagieren ist auch Blödsinn. Fast alle Wespenarten sind Aasfresser ...

Generell gilt, daß Bienen und Wespen nur dann stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Sprich, wenn man sie anpustet oder quetscht. Sollte eine Biene oder Wespe auftauchen, dann gilt: ruhig bleiben, zur Not aufstehen und ein bißchen weg gehen. Hat man so ein Tierchen in der Wohnung, einfach warten, bis sie sich irgendwohin setzt um sie dann mit Wasserglas und Blatt Papier wieder vor die Türe zu befördern.

Vermeiden sollte man hektische Bewegungen und nach den Tieren zu schlagen :-) Dann klappt das auch mit den Bienchen.

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