Samstag, 5. Dezember 2009

Fassungslos

Der kränkelnde Liebste, der morgen ein Konzert singen muss, schläft. Das Töchterchen, das um 5.30 Uhr die Nacht für beendet erklärt hat, ebenfalls.

Und ich habe jetzt fast zwei Stunden völlig gebannt im Blog von Frau Limette gelesen. Schrecklich und wunderbar! Es ist erstaunlich, dass eine Frau mit einer so grauenvollen Kindheit selbst so berührend liebevoll über ihre Kinder schreiben kann und gleichzeitig so offen und schonungslos authentisch rüberkommt.

Ich stehe immer noch völlig neben mir und kann mir eine wichtige Frage nicht beantworten: Woran liegt es, dass manche Menschen es schaffen, aus Scheiße Gold zu machen und zu einem halbwegs normalen Leben zu kommen, es sogar bei ihren Kindern ganz anders zu machen, während andere daran zerbrechen oder einfach ihre Erfahrungen an ihre Kinder weitergeben? Was macht den Unterschied?

Trackback URL:
https://stjama.twoday.net/stories/6077706/modTrackback

rebhuhn - 6. Dez, 00:40

ich habe auch fast alles gelesen. [du auch über giftzwerg?] denke wie du. glaube aber auch, daß es geschrieben noch goldiger wirkt als 'in echt' - was es nicht schlechter machen soll!

ich persönlich glaube, daß manche menschen einfach mit mehr grundmotivation ausgestattet sind als andere und es ihnen darum leichter fällt, sich zu kümmern - zunächst mal egal, worum.

Stjama - 6. Dez, 10:12

Ich hatte den Link bei Frau Brüllen gelesen, dass die Giftzwergin sie aktuell auch verlinkt hat, hatte ich gar nicht gesehen.

Also pure Veranlagung? Glückssache? Schon möglich. Irgendwann habe ich mal eine Studie gelesen, aus der hervorging, dass es einen Unterschied macht/machen kann, ob Kinder mit Missbrauchs- und Gewalterfahrungen irgendeine Person haben, mit der sie ein Vertrauensverhältnis haben und Normalität erleben können. Tanten, erwachsene Freundinnen, Lehrer,... Das kann ich mir schon auch vorstellen. Ob das hier der Fall ist, weiß ich natürlich nicht. Aber diese Frage beschäftigt mich schon ganz gut.
rebhuhn - 7. Dez, 10:52

stimmt, da hast du wahrscheinlich auch recht / die leute mit der studie haben recht... bezugsperson/kontakt/körperkontakt hilft immer. denn: wenn ich an etwas glaube, dann an die macht von körperkontakt und lächeln. :)

beunruhigenderweise habe ich noch nie in meinem leben davon gehört, daß eine frau ihre tochter/mädchen sexuell missbraucht. das kenne ich nur von männern und es kam beim lesen dieses blogs recht überraschend. aber: das ist ja wahrscheinlich kein einzelfall. grausam.
Stjama - 7. Dez, 21:11

Ja, so geht es mir auch. Ich hatte zwar schon davon gehört, aber nicht so... konkret. Dass eine Mutter ihrem Kind so etwas antun kann, ist für mich absolut unvorstellbar. Ich will mich aber auch nicht zuuu tief reindenken. Dazu neige ich und das tut überhaupt nicht gut.

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