Zuhause

Samstag, 15. August 2009

Heute ist es mir also auch passiert.

Als wir vor dem ersten Laden standen, wunderten wir uns, warum er zu hat. "Die könnten ja wenigstens was hinschreiben, wenn sie einfach so zumachen", meinte der Liebste. "Heute wird doch kein Feiertag sein?" überlegte ich. Da wir aber beide keine Ahnung hatten, was der 15. August bitteschön für ein Feiertag sein könnte, legten wir diesen Gedanken wieder beiseite.

Der nächste Halt war die Tankstelle mit der Poststelle drin. Mist, schon wieder vergessen, dass die Post Mittagspause macht. "Wann macht denn die Post wieder auf?" fragte ich die graugelockte Dame hinter dem Tankstellentresen, die mich mit einem vernichtenden Blick bedachte und mir mitteilte, dass die Post heute und morgen zu hätte. Aha. "Ist doch Feiertag!" Aha. "Was für ein Feiertag ist denn heute?" fragte ich. Ich will ja schließlich nicht dumm sterben. Damit habe ich mich also als ungebildet geoutet und als Heidenkind noch dazu (letzteres stimmt immerhin ;) ). Während die freundliche Tankstellenmitarbeiterin schon die nächste Kundin bedient, raunzt sie mir ein "Mariä Himmelfahrt" zu.

Den Feiertag kannte ich wirklich noch nicht, zumindest nicht als einen, bei dem die Geschäfte zu haben. Bisher habe ich in überwiegend evangelischen Gegenden gewohnt, das Dorf, in das wir letztes Jahr gezogen sind (am 16. August, da haben wir Mariä Himmelfahrt also knapp verpasst), ist aber furchtbar katholisch.

Also mal schnell die Essensplanung umgeworfen und aus dem Gefrierschrank gekocht. Bis vor zwei, drei Jahren hätte uns so ein unvermuteter Feiertag am Samstag an den Rand des Hungertods (oder des Ruins durch Pizzaservice) gebracht. Schön, dass wir inzwischen so gut Vorräte halten, dass irgendetwas Essbares immer da ist, aus dem sich etwas Leckeres machen lässt.

Später haben wir dann übrigens doch noch einkaufen können. Zwei Dörfer weiter ist kein Feiertag und der REWE dort hat sich echt gefreut. So große Umsätze machen die dort wahrscheinlich das ganze restliche Jahr nicht.

Montag, 3. August 2009

Fünf Bleche Plätzchen

habe ich gebacken und mit grünem Guss gefärbt. Für einen Junggesellinnenabschied (ich musste gerade dreimal nachlesen, aber in dem Wort sind tatsächlich drei doppelte Konsonanten!). Ja, liebe Braut, falls du das hier liest, freu dich ruhig schon mal vor, die Kekse sind echt lecker!

Das Töchterchen hat bei den ersten drei Blechen sehr fleißig mit ausgestochen ("Im Spiel ist heute Weihnachten!"), dann fing sie an, nur noch mit dem Teig rumzupantschen, so dass ich sie aus der Küche verbannt habe. Ein dramatisch schluchzendes Kind ("Dann heul ich!") war die Folge, dass jetzt erst mal vom Liebsten mit zum Autowaschen genommen wurde. Sehr gut, das. Vor allem, wenn ich mir diese Wäscheberge hier anschaue. Ich bin dann mal weg *seufz*.

Edit: Lebensmittelfarbe färbt übrigens enorm gut. Auch auf den Händen.

Sonntag, 2. August 2009

Lebensmittelmotten

Es war zum Glück nicht weiter wild. Ein Päckchen Mandeln war es, ansonsten habe ich nichts gefunden. Es war auch alles nicht besonders eklig, bis auf ein bisschen Gespinst war nicht viel zu sehen. Ich hatte mir Maden und sonstiges Ekelzeug vorgestellt. Ich bin erleichtert und hoffe von Herzen, dass ich jetzt alle erwischt habe (die vier herumfliegenden Exemplare habe ich erfolgreich erlegt).

Und so ein frisch aufgeräumter und gesichteter Vorratsschrank hat auch was für sich :)

Freitag, 17. Juli 2009

Kinder bilden

Wenn man Kinder hat, lernt man eine Menge interessanter Dinge.

Oder hättet ihr gewusst, dass ein Schnitz Kohlrabi eine 40°-Wäsche in der Waschmaschine fast unbeschadet übersteht?

Freitag, 3. Juli 2009

Mit den Hühnern aufstehen

In Kinderbüchern ist es ja immer so, dass ein Hahn morgens so gegen halb sieben ganz romantisch zwei-, dreimal kräht, bis der Bauer sich wohlgemut aus den Federn schwingt, um mit einem Liedlein auf den Lippen sein Tagwerk zu beginnen.

Ich weiß es jetzt besser.

Wir schlafen momentan mit geöffneter Balkontür und hinten im Garten lebt eine Schar Hühner und, wie sich das gehört, ein Hahn. Wenn dieses Biest einmal angefangen hat, zu krähen, braucht man nicht davon auszugehen, dass es innerhalb der nächsten halben oder ganzen Stunde wieder damit aufhört.

Heute war es halb fünf.

Zum Glück schlafe ich problemlos wieder ein, wenn ich einmal aufgestanden bin, um zum Beispiel die Balkontür wieder zu schließen...

Freitag, 26. Juni 2009

Kahlschlag

Vor unserem Haus gibt es gerade ein Pflanzenmassaker. Bisher war der Vorgarten eine wüste (aber hübsche) Ansammlung aus kleinen Bäumchen, Sträuchern, Blumen und (nicht so hübschen... eigentlich echt scheußlichen) Gartenzwergen und Tierchen. Jetzt wird alles Rasen. Schon den ganzen Nachmittag ist ein Mann damit beschäftigt, alles niederzumachen. Danach sind dann der Gemüsegarten und die Beerenbüsche hinten dran.

Ich kann es sehr gut verstehen. Die Vermieterin, die sich bisher mit ihrer Schwester um den Garten gekümmert hat, muss mindestens 75 sein. Ihre Schwester ist vor einer Weile ausgezogen und jetzt kommt sie nicht mehr damit zurecht. Wie gesagt, kann ich sehr gut verstehen. Ich hätte mich auch nicht um alles kümmern wollen.

Schade ist es trotzdem.

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