Dienstag, 19. Januar 2010

Die spontane Verjüngung der Stjama O.

Wie ich schon angekündigt habe, habe ich in der Vorweihnachtszeit spontan 15 Jahre verloren und (allen Göttern sei Dank!) inzwischen wiedergewonnen. Bitte nur weiterlesen, wenn ihr wirklich schockierende Einblicke in Stjamas Seelenleben verkraften könnt! Ich übernehme keine Verantwortung! ;-)

Zu meiner Verteidigung kann ich nur anbringen, dass ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gut drauf war. Ich war völlig überfordert, ständig unter Strom und pausenlos gestresst. Wie schlecht es mir ging, merkte ich vor allem daran, dass ich mich in alles mögliche flüchtete und große Schwierigkeiten hatte, dann wieder herauszukommen: Ich versank in Musik und ging ganz in ihr auf, ohne hinterher wieder richtig auftauchen zu können. Ich hatte ein ständiges Gefühl tiefster Sehnsucht nach den weiter weg wohnenden Freunden, nach dem LARP, nach irgendwas. Ich versumpfte bei jeder Gelegenheit im Internet und hatte es fast nicht in der Macht, "aufzuhören".

Genau in diese Stimmung hinein, sprach ich zum Liebsten: "Du, da geht Geschichte an uns vorüber. Lass uns doch mal Twilight aus der Videothek holen." Blöder Zeitpunkt. Ganz blöder Zeitpunkt!

Ich muss dazu sagen, dass ich vorher völlig unbeleckt war, was die Biss-Bücher anging. Ich wusste nicht mal wirklich, um was es ging. Irgendwas mit Vampiren.

Und mit dem Film begann meine Verjüngung: Die Rolle des Edward beamte mich spontan in meine längst überwunden geglaubte Teeniezeit zurück, in der ich mich in Howard von Take That, Johnny Kelly und ungefähr ein halbes Dutzend andere Musiker und Schauspieler verliebte und mit Leib und Seele "Fan" war. Innerhalb einer guten Woche schaute ich den Film vier Mal (einige Szenen noch deutlich öfter *räusper*), schaute mir Dutzende von Bildern im Netz an (und stellte dabei fest, dass die Rolle viel toller ist als der Schauspieler) und kaufte als Tiefpunkt meiner vorweihnachtlichen Verwirrung ein Fanmagazin.

(Ich bin sehr froh, dass der Liebste nicht eifersüchtig ist (auf einen Schauspieler schon gar nicht) und einfach über seine bekloppte Gattin grinste. Danke Liebster, du bist einfach der Beste :). )

Nach den Weihnachtsferien, die mir unglaublich gut getan haben, stellte ich den Film aus reiner Gewohnheit noch einmal an und stellte fest: Er wird langweilig. Und ich falle auch nicht mehr rein. Es ist jetzt endlich einfach nur ein Film, wenn auch ein guter. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin, dass das vorbei ist! *g*

Ach ja, warum ich mich dabei so alt fühlte, wollte ich ja noch schreiben: Der Knabe ist 23!!!!11elf Ich bin es gewohnt, dass Stars, die ich toll finde, deutlich älter sind als ich, nämlich "erwachsen". *schluchz* (noch 122 Tage bis 30 :-( ).

Sonntag, 17. Januar 2010

Schon wieder ein Tag rum

Ich habe heute unglaublich viel geschafft, für die Schule, auch für das jährliche LARP-Projekt und ein bisschen was hier in der Wohnung. Nur Bloggen nicht.

Also blogge ich eben, dass ich nicht gebloggt habe. Sinnbefreit? Irgendwie schon.

Freitag, 15. Januar 2010

Zu bloggende Dinge

In meinem Kopf schwirren ein paar Blogeinträge herum, die noch geschrieben werden wollen. Um den Druck für mich ein klein wenig zu erhöhen und um euch neugierig zu machen... Es handelt sich um folgende Themen:

- Warum mich ein eineinhalbzeiliges Gedicht daran erinnert, dass ich nicht mehr im Elternbeirat und sehr glücklich darüber bin.

- Eine Hommage an Frau Liebe und die Farbe Weiß.

- Die spannende Geschichte, wie ich in der Vorweihnachtszeit spontan 15 Jahre jünger wurde und warum ich mich dabei sehr alt fühlte.

- Welche wunderbare Neuanschaffung es im Hause Stjama gibt.

- Erste Gedanken über mehr Struktur in meinem Leben.

- Außerdem steht endlich, endlich eine Aktualisierung meiner Blogroll an.

Ihr dürft gespannt sein, ich bin es auch ;)

Mittwoch, 13. Januar 2010

Krankgeschrieben

Seit dem Wochenende kränkle ich herum, war aber sicher, das noch selbst in den Griff zu kriegen. Gestern nach dem Seminar (5 Stunden politische Bildung, vielleicht hatte es damit zu tun ;) ) nahm das Watte-im-Kopf-Gefühl immer mehr zu. Nach langen Diskussionen mit dem Liebsten und dem Zurateziehen einer Freundin aus dem Seminar (ein guter Lehrer wird ja nicht krank, und Lehramtsanwärterinnen sowieso nicht) bin ich dann doch zur Ärztin gegangen, die mich aus dem Verkehr gezogen hat. Bis einschließlich morgen erst mal, denn Freitag muss ich ein Referat halten (das ich bei weitem noch nicht fertig vorbereitet habe *räusper*).

Mein Problem ist manchmal, dass ich nicht richtig einschätzen kann, wie krank ich wirklich bin, solange ich nicht fast zusammenbreche. So ging es mir gestern. Ich fühlte mich furchtbar matschig, mein Kopf drückte und ich war einfach fertig. Dazu eine sexy Reibeisenstimme, aber das war's dann auch schon mit den Symptomen. Reicht das, um krank zu sein oder muss ich erst auf dem Zahnfleisch kriechen, um mich krankschreiben zu lassen? (Andere aus dem Seminar hätten das gemacht, davon bin ich überzeugt.) Ist es besser, gleich zwei Tage Pause einzulegen oder sich durchzuwurschteln, mit der Gefahr, dass ich dann noch länger flachliege? Dass mir bei der Vorstellung, zwei Tage krank zu sein, gleich Gedanken kamen wie "endlich mal wieder in Ruhe lesen" und "dann muss ich übermorgen nicht die Vertretung in der 3a übernehmen", tat sein Übriges und machte die Zweifel nicht besser.

Das "Na gut, wenn Sie kein Fieber haben, können wir es noch ohne Antiniotika versuchen", das die Ärztin sprach, war Balsam für meine hin- und hergerissene Seele. Also bin ich doch "echt" krank. Als ich heute Mittag nach 13 Stunden Schlaf aufstand und mich am liebsten gleich wieder hingelegt hätte, habe ich das dann auch selbst gemerkt.

Krank sein/sich krankschreiben lassen ist jedenfalls noch mal eine ganz neue Komponente von "arbeiten gehen". Vor allem wenn man weiß, dass in zwei Jahren wahrscheinlich noch mal eine Untersuchung ansteht, ob man denn wirklich gesund genug ist, um verbeamtet zu werden. Je mehr Krankheitstage... Ätzende Sache.

So, ich bin jetzt mal in der Wanne und dann im Bett. Das Referat muss bis morgen warten.

Sonntag, 10. Januar 2010

Links 1

Einfach mal ein paar Links, die ich interessant finde:

Pocket Mod ist ein Mini-Notizbüchlein, das man sich auf dieser Seite immer wieder neu selbst zusammenstellen, ausdrucken und falten kann. Toll für Notizen zwischendurch und eine nette Spielerei :)

Kleine Helden: eine Cartoonreihe rund ums Rollenspiel. Sehr niedlich und immer wieder zum Schreien komisch.

Bei goddessflight.com gibt es eine riesige Auswahl an wunderschönen Ecards aus dem Fantasy-/Esoterik-/Heidenbereich. Zeit mitbringen!

Und wo wir grade bei elektronischen Grüßen sind: Sag's doch mal per Toast!

Last but not least: Habt ihr schon mal so tollen Schmuck gesehen?

Daisy-Blogging

"Schneeflöckchen, Weißröckchen, bleib mir bloß vom Leib!" trällerte der Liebste heute morgen im Auto. Er hat in seiner Kindheit im Oberharz eine Überdosis abbekommen, die seiner Meinung nach bis an sein Lebensende reichen würde ;)

Horrible Daisy sorgt hier in Franken für ein bisschen Schnee. 10cm liegen bei uns aktuell, würde ich sagen. Jede Nacht ein bisschen, schön nach und nach. Die Straßen sind frei, alles ist gut, die Welt ist noch nicht untergegangen.

Übrigens: Wenn auf der Motorhaube nahe an der Frontscheibe noch ein Schneehaufen liegt und man dann beim Fahren die Scheibenwischanlage betätigt (auf der selbstverständlich auch Schnee liegt), gibt das lustige Farbeffekte. "Wie die Ersatzflüssigkeit in der Bindenwerbung", meinte der Liebste. Und hatte gar nicht so unrecht damit.

Freitag, 8. Januar 2010

Rätselhafte Anatomie

Wegen eines kleinen Unfalls beim Tischerücken in der Schule (Bevor ihr fragt: Ein Stuhl fiel um und landete bei meinem vergeblichen Versuch, ihn aufzufangen, so blöd auf meinem Ehering, dass ich mir damit einen ordentlichen blauen Fleck und eine kleine Platzwunde am Ringfinger geschlagen habe. Fragt mich nicht, wie das funktioniert. Nichts Schlimmes jedenfalls, schon gar nicht im Vergleich zu den riesigen buntschillernden Flecken, die ich mir am gleichen Abend an beiden Schienbeinen zuzog, als ich im Halbdunkeln ungebremst gegen eine Turnhallenbank rannte. Ja, manchmal bin ich ein bisschen ungeschickt.) trage ich gerade meinen Ehering auf der linken Hand und stelle erstaunt fest:

Mein rechter Ringfinger ist deutlich dicker als der linke. Optisch zu sehen ist der Unterschied zwar kaum bis gar nicht, aber der Ring sitzt deutlich lockerer als rechts.

Wie kommt das denn? Einseitige Wasserablagerungen? Fettpolster in der rechten Hand? Muskeln in den Fingern? (Würde mich wundern, weil ich vieles, was eher Kraft braucht, mit links mache.) Folgen einer bisher unbemerkten Entführung durch Außerirdische?

Sehr rätselhaft, das.

Mittwoch, 6. Januar 2010

.

Bin immer noch nicht bei der Arbeit.

Jetzt aber!

Und plötzlich ist er da,

der letzte Ferientag. Morgen geht es wieder in die Schule und ich merke jetzt schon, wie sich wieder alles in mir zusammenzieht. Aufschieberitis lässt grüßen, die Widerstände geben sich gegenseitig die Klinke in die Hand.

Die Ferien waren einfach toll, angefüllt mit vielen wunderbaren Momenten, von denen ich noch ungefähr 1000 mehr gebrauchen könnte. Abschalten? Kein Problem. Entspannen? Ebensowenig. Das in den Arbeitsalltag zu integrieren ist wohl die hohe Kunst dabei. Aber ich stecke schon wieder fest in "Ich muss noch...", "Scheiße, wo hab ich denn...?", "Das müsste auch schon längst..." und "Wie soll ich bloß...?"

Das neue Jahr hat zwei Themen für mich (ja, ich mag Vorsätze, es ist gut, zwischendurch mal stehenzubleiben und zu schauen, was anders laufen sollte):

1. Weiterentwicklung (das ist natürlich ein Thema für jedes Jahr, aber ich will dieses Jahr ganz bewusster Energie und Aufmerksamkeit da rein geben und weniger dem Zufall überlassen)

2. Struktur (wird höchste Zeit, dass ich mal etwas weniger chaotisch und zufällig vorgehe, damit würde ich mir unheimlich viel Ärger, Stress und Probleme sparen; Punkt 2 geht fließend in Punkt 1 über, das wäre wirklich eine enorme Weiterentwicklung ;) )

Jetzt geht es erst mal damit los, die beiden Unterrichtsstunden zu planen, die ich morgen halten muss (ja, jetzt erst). Was macht man mit Grundschulkindern am ersten Tag nach den Ferien?

Fragt mich ruhig hin und wieder mal, wie das "Projekt Struktur" denn so läuft, nicht dass ich das gleich wieder aus den Augen verliere ;)

Dienstag, 5. Januar 2010

*hach*

Das Töchterchen trällert laut und schräg ein selbsterfundenes Lied:

"Hallo Welt, hallo Sonne, hallo Himmel, hallo hallo hallo, es ist schön, dass ihr da seid, denn ihr seid alle so lie-hi-hi-hi-hi-hi-hieb. Ja und das ist wahr, das ist wa-ha-ha-ha-haaaahr."

Zum Fressen!

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