Sonntag, 14. Februar 2010

Ferien-Entspannung

Das Töchterchen ist krank. Und seit einem halben Jahr ist das das erste Mal, dass es uns nicht in Angst und Schrecken versetzt, wenn das Töchterchen mal hustet, denn: Ich habe eine Woche frei. Sie kann sich problemlos hier zu Hause auskurieren.

Mein Plan für die Woche war, hier in der Wohnung ein bisschen mehr Ordnung reinzukriegen, ein klein wenig für die Schule vorzuarbeiten und ansonsten einfach Zeit mit dem Töchterchen und dem Liebsten zu verbringen. Das kann ich auch mit einem kranken Töchterchen, dann sieht die Beschäftigung mit ihr halt etwas anders aus.

Und genau das habe ich heute auch hingebungsvoll getan: mit dem Töchterchen gelesen, gelesen, gelesen (Michel aus Lönneberga, was anderes kommt im Moment nicht in Frage ;-) ), des Töchterchens ersten Film geschaut (Ice Age, sie war begeistert), Schule gespielt, spontan Muffins gebacken, mit Wasserfarben gemalt. Und ich bin so entspannt wie lange nicht mehr, trotz krankem Hühnchen.

Wie wunderbar, einfach Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir am wichtigsten sind, ohne dauernd im Hinterkopf zu haben, was dringend abends noch fertig werden muss!

Und der Abend gehört dem Liebsten und mir. Spieleabend ist angesagt. Denn beim Aufräumen der beiden (großen!) Spielefächer habe ich Spiele gefunden, die wir schon so lange nicht mehr gespielt haben, dass ich nicht mal weiß, ob ich sie mag. Und genau das werden wir jetzt gleich rausfinden :) Hach, Ferien sind prima!

Samstag, 13. Februar 2010

Die Heinzelmännchen-Lüge

Wir haben hier in der Wohnung Heinzelmännchen.

Nein, nein, kein Grund, neidisch zu werden. Die Biester denken nicht daran, sich an die alten Geschichten zu halten, sondern laufen hier nur nachts in der Wohnung rum und verteilen händeweise Krümel und Staub auf dem Boden. Anders kann's nicht sein.

Aber irgendwann... Da erwische ich sie und erinnere sie an das Märchen. Dann müssen sie nämlich verschwinden, weil ich sie gesehen habe. So.

Telegramm

UV am Montag gut gelaufen, viel Lob bekommen - STOP - endlich Ferien, hurra! - STOP - Töchterchen hat Fieber - STOP - viele Ideen im Kopf - STOP - schönen Abend! :)

Samstag, 6. Februar 2010

28 Seiten plus Anhang

So lange ist die schriftliche Ausarbeitung zu den drei Schulstunden, die ich am Montag vor meiner Seminarleiterin halten muss.

Von dem halben Kubikmeter Unterlagen, die ich zu dieser Gelegenheit außerdem vorlegen muss, erzähle ich jetzt mal gar keine Details.

Ich bin gut in der Zeit. Die Ausarbeitung ist fertig, der Großteil des Schriftkrams auch, das Klassenzimmer ist schon vorbereitet. Morgen dann noch die tausend Kleinigkeiten, die mich dann wahrscheinlich doch wieder in Stress bringen werden ;)

Und am Montag bitte Daumen drücken, dass das alles so klappt, wie ich mir das vorstelle!

Freitag, 5. Februar 2010

Frisch gerollt

So.

Seit Monaten habe ich es vor und jetzt habe ich es endlich auf die Reihe gekriegt:

Meine Blogroll ist aktualisiert und entspricht jetzt mal wieder halbwegs meinen Blog-Les-Gewohnheiten. (Ich bin da ja altmodisch und gehe zu den Blogs direkt hin, um zu lesen :) ).

Jetzt entspricht es auch eher meinen Vorstellungen von einer Blogroll: Es sind nicht mehr nur lauter Blogs gelistet, die sowieso jeder kennt, sondern eben auch ein paar kleine feine, die (noch?) nicht so wahnsinnig bekannt sind. Passt ja auch besser zu mir ;)

Donnerstag, 4. Februar 2010

Weils schön ist :) 1

Angeregt von Rebhuhns 's is schee-Postings möchte ich auch hin und wieder mal schreiben, was hier alles so Positives passiert. Bei meinem vielen Gejammer in der letzten Zeit kommt sonst ein falscher Eindruck auf ;) (Regelmäßigkeit solltet ihr allerdings nicht erwarten, aber ihr seid ja nichts anderes von mir gewöhnt, oder? ;) )

- So langsam komme ich in meiner Arbeit an, gewinne so was ähnliches wie Souveränität und habe Hoffnung, dass ich irgendwann mal so was wie Routinen aufbauen kann.

- Heute flatterte eine unerwartete Hochzeitseinladung ins Haus :) Toll dass die beiden heiraten und toll, dass wir mitfeiern dürfen :)

- Eine Kommunionseinladung steht ebenfalls an, vom Sohn meines Lieblingscousins. Schön, wenn auch für uns Heidenkinder sicher sehr ungewohnt. Mal wieder eine Gelegenheit, bei der wir um einen Gottesdienst nicht rumkommen werden *seufz*. Aber trotzdem sehr toll, dass wir eingeladen sind :)

- Ich scheine endlich mal wieder ein paar Freundinnen hier in der Nähe gefunden zu haben, ansonsten sind alle Freunde über ganz Deutschland verstreut. Mein Seminar ist klasse :)

- Ich weiß zwar nicht genau, wie ich das mache, aber ich komme recht viel zum Lesen momentan und genieße es unheimlich.

- Das Töchterchen war letzte Woche zum ersten Mal alleine (!!!) bei einem Kindergeburtstag. Halleluja!

- Tauwetter!

- Noch eine Woche, dann sind Ferien. Und die fangen mit einem Tavernenabend an :D

Mittwoch, 3. Februar 2010

Bücherstöckchen

Zwischen Krankenbett (Stirnhöhlenentzündung, ich sage euch, es ist toll, wenn die Schmerzmittel wirken!) und UV-Vorbereitung (morgen muss ich wieder in der Schule stehen und bis dahin noch jede Menge geschafft haben) schnell ein Stöckchen, das ich bei Frau Mutti aufgegabelt habe. Die fetten Bücher habe ich gelesen, bei einigen gibts Bemerkungen von mir in Klammern.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien (Na selbstverstäändlich, gehört doch für Fantasyliebhaber zur absoluten Grundbildung :) )

2. Die Bibel (nicht komplett, aber doch gute Teile davon)

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett (Naja, als Hörbuch gehört. Aber die vollständige Lesung, also gilts :D )

4. Das Parfum, Patrick Süskind (Ist schon lange her und ich fand es einfach genial. Inzwischen fürchte ich, dass ich zu schwache Nerven dafür habe und traue mich nicht, es noch mal zu lesen...)

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry (Der Liebste hasst dieses Buch aus tiefster Seele, weil er in der Schule in drei Sprachen damit gequält wurde. Ich mags. Steckt viel Weisheit drin.)

6. Buddenbrooks, Thomas Mann (Sehr gutes Buch, sollte ich mal wieder lesen.)

7. Der Medicus, Noah Gordon (Sehr beeindruckend die Szene am Anfang von der Steißgeburt *grusel*)

8. Der Alchimist, Paulo Coelho

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling (Ich liebe Harry Potter und bin unheimlich gerne in seiner Welt zu Besuch.)

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke (Ich habe es nicht zu Ende gelesen, ich konnte nicht viel damit anfangen.)

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink (Sehr beeindruckend und sehr zu empfehlen! Der Film steht demnächst an.)

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe (Ich weiß, ich bin manchmal ein bisschen komisch, aber ich liebe Faust. Ich habe ihn glaube ich schon drei mal gelesen.)

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen

18. Der Name der Rose, Umberto Eco (Im Deutsch-Leistungskurs ;-) )

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane (Kann mich aber nicht mehr so recht erinnern.)

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley (Pflichtlektüre im früheren Freundeskreis, inzwischen mit gemischten Gefühlen verbunden)

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz (auch schon mindestens drei Mal, sehr gutes Buch!)

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams (Nicht zu Ende gelesen. Ich liebe Pratchett, finde aber Adams übertreibt es irgendwie. Ich mochte das Buch nicht.)

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque (Als Film gesehen gilt wohl nicht?)

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan (liegt hier im Regal und will als eines der nächsten Bücher gelesen werden)

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren (Wird gerade mal wieder gelesen, weil das Töchterchen jetzt schon für diese Klassiker zu begeistern ist. Michel aus Lönneberga hat es ihr aber deutlich mehr angetan als Pippi, obwohl sie es sehr beeindruckend findet, dass sie lügt ;) )

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult

72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers (nicht gelesen, aber als vollständige Lesung als Hörbuch gehört, dafür schon mindestens fünf Mal :) Rumo soll auch so toll sein, das steht demnächst mal an.)

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé (Könnte ich auch mal wieder lesen, das fand ich damals echt klasse)

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern

85. 1984, George Orwell

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig (Auch schon mehrmals, das Buch ist genial und liest sich recht schnell nebenher weg)

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Gerade lese ich mal wieder: "Der fünfte Elefant" von Pratchett und stelle etwas enttäuscht fest, dass die Story tatsächlich sehr ähnlich zu "Klonk" ist. Hat Pratchett keine neuen Ideen mehr? Wäre sehr schade.

Freitag, 29. Januar 2010

Pausengong

Einmal umgedreht und schon ist über eine Woche rum. Mir rinnen die Tage durch die Finger.

Ich stecke bis über beide Ohren in Arbeit, die teilweise sehr befriedigend, insgesamt aber einfach anstrengend und mitunter sehr fordernd ist und brauche eine Pause vom Blog hier.

Spätestens übernächste Woche sollte es hier weitergehen, dann ist das Gröbste mal wieder vorbei. Falls mir zwischendurch nach Bloggen ist, werde ich das natürlich tun. Aber jetzt muss ich mich wenigstens nicht mehr jeden Tag ärgern, dass ich schon wieder nichts geschrieben habe ;)

Also, bis bald, ihr Lieben.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Was für ein Tag!

Das war mein Tag heute: (Achtung, lang!)

5.40 Uhr: Der Wecker klingelt, der Liebste verschwindet unter der Dusche, das Töchterchen (das wie meistens nachts zu uns ins Bett gekommen ist) tritt mir in den Rücken.

6.00 Uhr: Stjama schält sich aus den Kissten, jammert leise vor sich hin und weckt das Töchterchen.

6.30 Uhr: Der Liebste verlässt das Haus auf dem Weg zum Bahnhof, um zu einer eintägigen Geschäftsreise aufzubrechen. Das heißt: Heute bringe ich das Töchterchen in den Kindergarten. Und das bedeutet: Alles muss absolut reibungslos klappen, weil das Zeitfenster zwischen "Da macht der Kindergarten auf" und "Da muss ich spätestens in der Schule sein" sehr knapp ist.

6.50 Uhr: Ich beginne zu überlegen, ob ich heute nicht doch eigentlich die 14tägige Kunst-Doppelstunde in der 4. hätte, kontrolliere es zweimal im Kalender und bleibe mir sicher, dass das heute nicht ist. Sicherheitshalber stecke ich trotzdem noch ein "Notfallthema" ein.

7.15 Uhr: Auf den letzten Drücker verlasse ich mit dem Töchterchen das Haus.

7.33 Uhr: Ich düse durch das Schulhaus auf dem Weg zum Kopierer. In zwei Minuten müsste ich eigentlich zur Vorviertelstunde im Klassenzimmer stehen. Klappt nicht. Ich gebe einem Kind den Schlüssel mit hoch und hoffe, dass nichts passiert.

7.38 Uhr: Ich komme mit einem Kind aus der 4. ins Gespräch und stelle fest: Kacke, die Doppelstunde ist doch. Durch das neue Jahr sind die "ungeraden Wochen" anders und der Zwei-Wochen-Rhythmus stimmt nicht mehr. Okay, kriegen wir hin, ich habe die gleiche Stunde schon in der Parallelklasse gehalten.

7.50 Uhr: Der Unterricht beginnt wie immer chaotisch und bleibt auch so. Die 3.Klasse ist undiszipliniert wie nichts Gutes, zumindest bei mir. Die ersten beiden Stunden vergehen mit Arbeiten und einer ganze Menge Gebrüll meinerseits. Dass drei Kinder aus der 1. mit drinsitzen, die aufgeteilt werden mussten, weil ihre Lehrerin krank und kein weiterer Lehrer da ist, macht die Situation nicht besser. Irgendwie schaffe ich es trotzdem, dass ich bei einigen Kindern Lichter aufgehen sehe.

9.20 Uhr: Pausenaufsicht.

9.35 Uhr: Als ich noch schnell zweieinhalb Schlucke Tee im Lehrerzimmer zu mir nehme, wird mir eröffnet, dass ich nicht nur zwei, sondern drei Stunden Kunst in der 4. machen soll, damit deren Lehrerin die 1. übernehmen kann. Also genau jetzt.

9.38 Uhr: Ich habe schnell alles Nötige zusammengesammelt und rase in die 4., wo ebenfalls völliges Chaos herrscht.

10.10 Uhr: Ich bin heiser.

11.20 Uhr: Zweite Pause. Die Lehrerin aus der 4. begrüßt mich mit "Deine Kunstnoten sind ja ganz schön schlecht ausgefallen!" Sie findet es schon okay, ich muss auch nicht genauer erklären, wie die Noten zustandekommen, aber mein Gedankenkarussell rattert natürlich.

11.40 Uhr: Zwei Kinder prügeln sich hinter meinem Rücken während des Kunstunterrichts und müssen von mir getrennt werden.

12.05 Uhr: Ich behalte ein Kind ein paar Minuten zum Putzen da, das verschwunden ist, ohne seinen Platz aufzuräumen, so dass andere Kinder es für ihn machen mussten.

12.15 Uhr: Ich sitze im Werkraum mit einem tränenüberströmten 10jährigen (eben jenem), der mir sein Herz ausschüttet und von Mobbing erzählt. Er erlaubt mir zum Glück, mit der Klassenlehrerin darüber zu reden, denn ich bin die erste, die davon erfährt. (Das macht mich ein kleines bisschen stolz, muss aber erst mal verdaut werden.)

12.30 Uhr: Kurze Verschnaufpause im Lehrerzimmer. Eigentlich wollte ich jetzt schon heimfahren, aber ich will unbedingt noch auf die Lehrerin warten, mit der ich dann auch um 12.50 Uhr reden kann.

13.10 Uhr: Noch schnell einkaufen, dann das Töchterchen abholen.

13.35 Uhr: Im Kindergarten klären, warum die beste Freundin des Töchterchens (die eigentlich selbst eine beste Freundin hat, mit der sie sich regelmäßig gegen das Töchterchen verbündet, was aber der Liebe von Seiten des Töchterchens keinen Abbruch tut; ist kompliziert) jetzt morgen doch nicht zu uns kommen will. (Später fand ich es heraus: Weil sie zwar zusammen gebaut, aber nicht zusammen Katze gespielt haben. Manchmal bin ich so müde...) Schnell noch ein kurzes Gespräch mit der Erzieherin, was da eigentlich immer los ist und ob das Töchterchen Außenseiter ist oder richtig gedückt wird. Da konnte ich zum Glück beruhigt werden, es dreht sich wohl wirklich um Zickenkrieg, den sich das Töchterchen einfach zu Herzen nimmt, bei dem die Erzieherinnen aber sofort eingreifen, wenn sie es bemerken. Zusätzlich erfahren: Das Nachbarmädchen, das auch in der Kindergartengruppe ist, hat das Töchterchen zum Geburtstag eingeladen. Wunderbar.

13.45 Uhr: Schnell kochen, dabei vergessen, Knoblauch in die Spaghettisoße zu geben. (*schluchz*)

14.15 Uhr: Essen mit dem Töchterchen.

14.35 Uhr: Turnsachen zusammensuchen.

14.50 Uhr: Aufbruch zur Schnupperstunde beim Kindertanzen. Dort habe ich sofort die Mutter einer meiner Schülerinnen getroffen, die nicht zu den allerherzlichsten gehört. Ich fühlte mich sehr beobachtet, daran muss ich mich erst gewöhnen! Dafür war das Tanzen klasse, das Töchterchen will dabeibleiben und ich habe nebenher mit einer anderen Mutter ein Kaffeetrinken ausgemacht. Auch nicht schlecht. Zwischendurch: Als Rabenmutter fühlen, weil ich das Trinken daheim vergessen habe.

16 Uhr: Schnell umziehen und dann kurz einkaufen:
a) Trinken und einen Krapfen für das vernachlässigte, durstige und hungrige Töchterchen (dabei einen Schüler mit Eltern treffen)
b) zum Baumarkt, Tapetenkleister für die Kunststunde morgen
c) ins Spielzeuggeschäft, Geschenk für das Nachbarmädchen kaufen (dabei eine Schülerin mit Mutter treffen)
d) ins Schuhgeschäft, Turnschläppchen für das Kindertanzen kaufen, außerdem gefütterte Gummistiefel (mit rausnehmbarem Futter, geniale Sache!) und - ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte - wundertollste LARP-taugliche Stiefel für mich. Ich konnte nicht wiederstehen. Bin halt doch eine Frau ;)
e) zur Post, Päckchen abgeben, Päckchen abholen.

18 Uhr: Endlich zu Hause. Jetzt schnell bei der besten Freundin des Töchterchens anrufen (Sie wissen schon...) und klären: Sie will nicht zu uns kommen, aber sie will, dass das Töchterchen zu ihr kommt. Okay. Das bedeutet zwar, dass ich mitmuss, weil das Töchterchen bisher nicht alleine bei anderen bleibt, aber die Eltern sind nett und zwei Stunden Quatschen schadet mir auch nicht. Jetzt endlich: Spielen bis zum Sandmännchen.

Die genaue Beschreibung des Abendrituals erspare ich euch jetzt. Gegen 19.50 Uhr war das Töchterchen im Bett. Noch schnell Nachrichten, dann klingelte das Telefon und die weltbeste Freundin war dran. Gerade als ich aufgelegt hatte, klingelte das Telefon und meine Eltern waren dran. Kaum hatte ich aufgelegt, hörte ich den Schlüssel im Schloss und erzählte dem Liebsten schnell, was heute so loswar. Von seinem Tag weiß ich noch fast gar nichts, fällt mir auf. So weit sind wir gar nicht gekommen.

22 Uhr: Unterricht vorbereiten für morgen. Auf Sparflamme, nur das Nötigste, mehr ist nicht drin.

23 Uhr: Fertig. Feierabend. Schnell bloggen, dann mal hören, wie es dem Liebsten geht. Drückt mir die Daumen, dass ich morgen wirklich nur die beiden Stunden halten muss, die geplant sind und nicht noch irgendwo Vertretung übernehmen muss. Sonst könnt ihr mich morgen vom Boden kratzen.

Mein Spruch des Tages übrigens (vom Töchterchen natürlich):
"Fleischwurst, ich muss dir was sagen: Du bist die al-ler-bes-te Fleischwurst der Welt!"

Gute Nacht.

Aktuelle Kommentare

Wichtig
Diese person speichert bilder von irgendwelchen leuten...
Daniela (Gast) - 8. Nov, 14:29
Hoffentlich gibt es nicht...
Hoffentlich gibt es nicht so viele, die so sind wie...
Peter Wilhelm (Gast) - 27. Okt, 09:41
Ja, ich stimme Dir zu....
Ja, ich stimme Dir zu. Nur ist es aber so, daß wir...
Peter Wilhelm (Gast) - 27. Okt, 09:28
Nasenspray, Multivitaminsaft...
Nasenspray, Multivitaminsaft und Teetasse sind ständige...
Stjama - 18. Feb, 19:06
Da kann ich Dir nur zustimme,...
Da kann ich Dir nur zustimme, dieses Jahr scheint das...
Maufeline (Gast) - 18. Feb, 17:35
also bei uns liegt das...
also bei uns liegt das daran, dass man eine 6 raus...
abraxa (Gast) - 31. Jan, 23:16
Interessanter Gedanke!...
Interessanter Gedanke! Ja, das wäre möglich!
Stjama - 30. Jan, 09:38
Vermutlich ist das "Bedrohungsgefühl"...
Vermutlich ist das "Bedrohungsgefühl" umso größer,...
iGing (Gast) - 30. Jan, 09:28

Momentane Lektüre


Kai Meyer
Die Wellenläufer

Zufallsbild

Friedhof4

Suche

 

Credits


Auf Reisen
Blogdinge
Bücher
der Liebste
der schäbige Rest
draußen
Familie
Freitags Fisch
Gravieren
Heildinge
Internet
Just me
Kindergarten
Kleinbloggersdorf
Kreatives
Küchencontent
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren