Was man als kleines (und großes) Mädchen ganz dringend braucht, sind viele viele kleine Täschchen und Schächtelchen. Passend zu
Anja Riegers Fisch-am-Freitag-Idee ist gestern Abend ein kleines Pappschächtelchen für das Töchterchen entstanden. Ich finde es noch deutlich verbesserungswürdig, aber das Töchterchen ist mehr als begeistert ;)
(Es ist übrigens echt schwierig, Dinge mit viel Glitzer scharf zu fotografieren, habe ich festgestellt. Irgendwelche Tipps, wie das beim nächsten Mal besser klappt?)
Das Töchterchen erzählte, dass sie im Kindergarten beim "Zahlenland" (ein Mathe-Programm für die "Mittleren") die Zahlen bis 5 haben.
Ich meinte so daher: "Na, da kannst du aber viel weiter zählen, was?"
"Ja, ich glaube, ich kann bis 100 zählen!" meinte sie.
Und dann machte sie es. Zählte bis 100. Einfach so. Überlegte zwischendurch immer wieder, wie der nächste Zehner heißen könnte und konnte es sich eindeutig aus dem System erschließen. Bis 100! Das Kind ist gerade mal 4 1/2!
Mannmannmann, die Maus überrascht mich immer wieder...
Ich schreibe gerne Tagebuch und weiß auch, dass es mir sehr viel bringt. Also, so altmodisches Tagebuch, für mich alleine, auf Papier. Eigentlich. Tatsächlich mache ich es nämlich viel zu selten, ärgere mich dann jedes Mal, dass es wieder so lange her ist, dass ich geschrieben habe und dass jetzt schon wieder so viele wichtige Gedanken verlorengegangen sind.
Mehr aus Jux (und weil ich solchen spielerischen Schreibwaren kaum widerstehen kann) habe ich mir vor ein paar Tagen dieses Tagebuch gekauft:
Es ist klein, elegant und schön und hat eine Besonderheit: Alle Seiten sind eng bedruckt mit Fragen zum Ankreuzen und Ausfüllen:
Ich habe seit ein paar Tagen abends im Bett als letzte Amtshandlung jeweils eine Seite ausgefüllt und davon abgesehen, dass es echt Spaß macht, habe ich festgestellt, dass es auch sehr hilfreich ist, um den Tag noch mal Revue passieren zu lassen. Oder überlegt ihr euch jeden Tag, wie ihr euch gefühlt habt, was der Höhe- oder der Tiefpunkt war, mit wievielen Menschen ihr gesprochen und ob ihr euch dabei geärgert habt und was es mittags zu Essen gab?
Das Schöne dabei ist, dass es viele unterschiedliche Seiten gibt und dass sie sehr humorvoll formuliert sind. Zum Beispiel das Männchen, bei dem man die Stellen markieren kann, die einem weh oder besonders gut getan haben ;)
Mehr Infos gibts
hier im Blog der Autorin.
Ich finds toll :) (jetzt hätte ich fast "troll" geschrieben ;) )
Jetzt also doch: Gestern habe ich den Elternsprechtag noch bravourös gemeistert (war nicht halb so schlimm wie ich dachte) und heute morgen musste ich auf den Anrufbeantworter der Schule krächzen, dass ich nicht kommen könnte. Bis einschließlich Freitag nicht, wie die Ärztin dann bescheinigte.
Kopf voll, Nase voll, Husten, Schnupfen, Heiserkeit und vor allem allgemeine Kaputtness. Möp. Blöd, das.
Ist die nicht wunderschön? Und wie die duftet!

Nicht gerade viel, aber drei Tage nach der OP trotzdem irgendwie bedenklich: Das Töchterchen hat Fieber :(
Die angerufene Ärztin fand es nicht weiter bedenklich, riet (gedolmetscht durch eine Arzthelferin) zu fiebersenkenden Mitteln und ließ uns etwas ratlos zurück. Ist das jetzt normal nach der OP? Hieß es nicht, bei Fieber sollten wir uns unbedingt melden? Oder ist es eine Erkältung dazu? Oder wie oder was?
Bei mir jedenfalls ist eindeutig schon wieder eine Erkältung im Anmarsch, kann also gut sein, dass das bei ihr auch der Fall ist. Das wäre echt kacke so kurz nach der OP :(
Das arme Würmchen hat nachmittags geschlafen bis fünf und ist gerade nach zwei Bissen Butterbrot als Abendessen wieder ins Bett gewandert. *seufz* So richtig Sorgen mache ich mir ja nicht, aber seltsam finde ich das schon alles.
Gestern und heute gab es hier das ultimative Frühlingsessen: Spargel! Aus der Region und trotzdem sehr günstig, weil er mikrodünn und deshalb eigentlich als Suppenspargel ausgeschrieben war. Macht also eine Menge Arbeit. Aber der beste aller Ehemänner schälte und schälte und meinte, es hätte ihm Spaß gemacht. Hätte fast was Meditatives. Na dann :) Nächstes Mal also wieder Suppenspargel (mit Schinken und Sauce Hollandaise überbacken übrigens).
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Das Töchterchen hustet und schnieft. Das könnte eine Folge der OP sein. Mal die Nachuntersuchung am Donnerstag abwarten. Ansonsten ist sie jedenfalls so munter, als wäre nichts gewesen, hat überhaupt keine Schmerzen und bevor die Nase zuschwoll, konnte man am Freitag Nachmittag mal kurz den Erfolg erahnen: Sie bekam problemlos Luft durch die Nase und dieses leicht Nasale beim Sprechen war weg. Hoffen wir das Beste, lieber Leser :)
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Heute morgen musste ich Eis von den Autoscheiben kratzen!!!!!!!einselfundso. Jaha, und ich finde das kein bisschen witzig! Meine Halsschmerzen übrigens auch nicht.
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Es ist die zweite Woche nach den Osterferien und ich beginne darüber nachzudenken, ob ich diesen Job vielleicht doch noch so drei, vier Jahre machen könnte. Gutes Zeichen!
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Wenn ich ganz viel Zeit hätte, würde ich nähen lernen und eine halbe Million Taschen nähen. Mich packt der blanke Neid (nein, eigentlich ist es mehr Bewunderung :) ), wenn ich mich so durch die Blogs klicke. Dabei fällt mir ein, dass ich meine Mini-Täschchen, die ich tatsächlich vor einer Weile zustandegekriegt habe, noch gar nicht gezeigt habe. Asche auf mein Haupt.
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Eine sehr... exzentrische Bekannte und ein ebensolcher Bekannter von früher sind jetzt also verheiratet. Miteinander. Sehr seltsam. Und irgendwie witzig.
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Das Töchterchen liegt im Bett (solange sie noch OP-bedingt zu Hause ist, wird sie zu Mittagsruhe genötigt, und die braucht sie auch noch) und ich gönne mir beim Wäschezusammenlegen einen Besuch auf Babylon 5. Bis später :)
Schon wieder wunderbare Stimmung hier im Haus...
Seit einiger Zeit reicht morgens das warme Wasser nicht mehr so richtig zum Duschen. Der Liebste hat also heute unsere Vermieterin (die ja auch unsere Nachbarin ist) gebeten, nachzuschauen, ob die Zeitschaltuhr falsch eingestellt sein könnte.
In bekannt liebreizender Manier fing die Dame natürlich sofort an zu keifen, DIE (also die Nachbarn von oben) hätten sich auch schon beschwert, dass wir morgens das ganze Wasser verbrauchen würden und das könnte unmöglich an der Heizung liegen, weil sie sich von selbst auf Sommerzeit umstellen würde und überhaupt sei das ganz ausgeschlossen, Fachfirma und so.
Der Liebste fragte, wie wir denn das bitte schaffen sollten, morgens das ganze Wasser aus dem Kessel zu verbrauchen, wenn mit der Heizung alles in Ordnung wäre. Die Antwort ist doch recht kreativ, finde ich: Da würden wir ja wohl anscheinend morgens alle baden, sie hatte sich das schon ausgerechnet, bei drei badenden Personen wäre dann der Kessel natürlich leer.
Genau. Bevor wir zwischen 7 und halb 8 das Haus verlassen müssen, baden wir. Alle drei. Jeden Tag. Klar.
Der Liebste hat sie irgendwie dazu gebracht, in den nächsten Tagen nachzuschauen, wann denn nun tatsächlich die Heizung anspringt.
Auf eine ziemlich verschwurbelte Art finde ich es langsam fast lustig ;) Aber nur fast, wenn ich ehrlich bin.
Mal wieder Küchen-Content, weils gar so lecker war:

Anja Rieger ruft dazu auf, Freitags Fisch zu präsentieren.
Unser Fisch am heutigen Freitag:
Um 8.15 Uhr sollten wir in der Praxis sein, in der auch operiert werden würde. Das Töchterchen war ganz guter Dinge und hatte nicht mal gejammert, weil sie nicht frühstücken konnte.
Nach einer halben Stunde Wartezeit ging es dann los. Zackzack die noch ausstehende Aufklärung des Anästhesisten (wir hatten keine Fragen, beim Töchterchen waren alle Werte okay, also reichte das völlig aus) und dann sollte der Zugang gelegt werden. Der schlimmste Teil also, vor allem nach dem Blutabnehm-Theater von Montag, wo ewig kein Zugang gefunden wurde. Diesmal ging es ganz schnell, keine Probleme. Das Töchterchen lag auf einer Liege im eigenen Schlafanzug (kein Flügelhemdchen!), auf dem eigenen Kissen, unter der eigenen Decke, bewacht vom mitgebrachten Häkeldrachen und natürlich von Mama und Papa. Die Anästhesieschwester war einfach großartig und die ganze Atmosphäre ebenso. Etwas erschreckend fand ich, wie schnell die Narkose wirkte. Ein bisschen Flüssigkeit in den Zugang und keine zehn Sekunden später wurde das Töchterchen tief schlafend vom Anästhesisten in den OP getragen.
Dann also die Warterei. Eine halbe Stunde sollte es dauern, evtl. etwas länger. Nach einer Dreiviertelstunde durften wir dann in den Aufwachraum kommen, wo die Maus gerade hingetragen worden war, wieder auf eine Liege mit ihren eigenen Sachen. Uns war schon angekündigt worden, dass die meisten Kinder ziemlich schreien und toben, wenn sie aus der Vollnarkose erwachen. Die Maus wimmerte ein bisschen und schlief dann weiter, noch etwas Blut an der Nase. Sie verschlief die "Randalierphase" selig, alles in Butter.
Eine Stunde später wachte sie völlig klar auf, stellte ein paar Fragen, kuschelte sich in meinen Arm und schlief 10 Minuten später wieder ein. Bei zwei anderen Kindern im Aufwachraum konnten wir dann miterleben, was mit dem Toben gemeint war und das war der erste und einzige Moment, wo bei mir Tränen flossen. Allen Göttern sei Dank, dass uns das bei unserem eigenen Kind erspart geblieben ist!
Wenn sie wach wäre und ein bisschen getrunken hätte, könnte der Zugang entfernt werden und dann könnten wir heim, wurde uns angekündigt. Ein Kind, das vor der Maus operiert wurde, durfte schon gehen, unser Mädchen schlief völlig ruhig und entspannt. Alle anderen Kinder (die alle nach ihr operiert worden waren) wachten eins nach dem anderen richtig auf, unser Kind schlief. Die Kinder bekamen ihren Zugang entfernt, unseres schlief. Die Kinder wurden nach und nach entlassen, unseres schlief. Die Liegen wurden saubergemacht, unser Kind schlief. Die Schwestern und Ärzte meinten, das wäre das Beste, was sie tun konnte, alles sei in bester Ordnung. Wir saßen also da, streichelten sie, lasen zwischendurch ein bisschen, unterhielten uns und warteten.
Nach über zwei Stunden - die Schwestern fragten inzwischen eine Schwesternschülerin Prüfungsfragen ab - wurde es dem Anästhesisten dann langsam zu bunt und er weckte sie, leider sehr plötzlich und ohne Vorwarnung. Ich nehme an, so langsam wollte er dann doch mal Feierabend machen. War schon in Ordnung, auch wenn wir sie noch hätten weiterschlafen lassen und auch wenn das etwas zärtlicher gegangen wäre. Aber irgendwie wollten wir ja auch heim.
Auf dem Heimweg noch ein kurzer Zwischenstopp zum Eiskaufen für später, dann waren wir zu Hause. Und keine halbe Stunde später - ohne etwas gegessen zu haben - schlief das Mäuschen schon wieder. Es war inzwischen halb 3.
Jetzt knickte ich langsam ein und war vollkommen fertig mit der Welt. Unglaublich, wie anstrengend Rumsitzen sein kann! Ich packte mich also auch ins Bett, um ein bisschen zu schlafen, der Liebste hielt Wache beim Töchterchen.
Ich stand so etwa um fünf wieder auf, trotz Schlafen immer noch völlig fertig. Das Töchterchen gesellte sich um halb sechs zu uns, gut gelaunt, ausgeschlafen und völlig fit. Und hungrig!
Der Abend verging sehr gemütlich mit Telefonieren, Essen, Kartenspielen und DVD-Schauen. Dem Töchterchen geht es wunderbar, es hat so gut wie keine Schmerzen und ist richtig gut drauf. Gegen halb 10 konnten wir sie dann wieder ins Bett verfrachten, mit der Aussicht, so lange Kassette zu hören, wie sie will. Dann werde ich auf einer Matratze in ihrem Zimmer Stellung beziehen, so ganz alleine wollen wir sie doch noch nicht lassen.
Ich hoffe auf eine ruhige, friedliche Nacht :)
eine Premiere im töchterlichen Leben, die gerne noch ein paar Jahrzehnte hätte warten dürfen: die erste OP.
Es ist nur eine Kleinigkeit, die Polypen müssen raus und die Trommelfelle eröffnet werden. Wir sind sehr froh, dass da jetzt endlich was passiert, es ist wirklich dringend nötig und die einzige Chance, um eventuell noch die Mandeln zu retten. Wir haben auch das Gefühl, in der Praxis, in der operiert wird, gut aufgehoben zu sein. Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach schon drei oder vier Stunden nach Erscheinen in der Klinik wieder zu Hause sein. Und überhaupt sollten wir uns wahrscheinlich nicht so anstellen, andere Kinder werden im Säuglingsalter am offenen Herzen operiert.
Aber trotzdem lassen sich die Sorgen jetzt nicht mehr ganz wegschieben. Wie gut oder schlecht wird es ihr gehen? Machen die Ärzte ihre Sache gut? Wird sie die Narkose gut vertragen? Und manchmal schleicht sich auch der undenkbare Gedanke nach vorne, was wäre wenn...
Und ich übe mich in Vertrauen.
Ein Bericht über die Kommunion, die wir am Sonntag besucht haben, steht noch aus. Außerdem Gedanken über religiöse Erziehung, ein mittelschöner Bericht aus dem Kindergarten und noch so einiges andere.
Aber wenn ich damit beschäftigt bin, mich vor dringender Arbeit zu drücken, komme ich zu gar nichts.
Bin gerade fertig geworden mit der Unterrichtsvorbereitung für morgen. Und das ist echt Rekordzeit, wenn man bedenkt, dass ich erst um 22 Uhr angefangen habe.